FQ Umgang mit herausforderndem Verhalten in der Psychomotorik -

Herausforderndes Verhalten

Die Konfrontation mit herausfordernden Verhaltensweisen stellt für viele Professionelle in unterschiedlichsten Praxisfeldern eine große Belastung dar und bringt Fachkräfte regelmäßig ans Limit ihrer Handlungsfähigkeit. Herausforderungen sind in vielfältigen Situationen zu erleben, beispielsweise grenzverletzendes und gefährdendes Verhalten von Kindern und Jugendlichen, spezielle Bedarfe bei Menschen mit Behinderungen und der Umgang mit Angehörigen und dem eigenen Anspruch. Aus Herausforderungen werden schnell Überforderungssituationen, weil wir meist nicht auf wirksame Handlungsroutinen zurückgreifen können.
Übergeordnetes Ziel dieser Fachqualifikation ist die (Weiter-)Entwicklung von psychomotorischer Handlungskompetenz im Umgang mit herausforderndem Verhalten. Welche Möglichkeiten der Begleitung sind sinnvoll und wirksam, wenn Kinder oder Jugendliche Grenzen verletzen? Welche Ressourcen können aktiviert werden, wenn wir in der Begleitung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen an Grenzen geraten? Welche Strategien können hilfreich sein, beispielsweise im Umgang mit Angehörigen oder im Hinblick auf eigene Grenzen und Möglichkeiten? Welche Modelle und Methoden der Konfliktbewältigung, der Ressourcenaktivierung und der Prävention haben sich bewährt? Welche Kompetenzen benötigen wir als Fachkräfte, um mit diesen Verhaltensweisen professionell umgehen zu können? Welche Rolle spielt dabei unsere pädagogische bzw. psychomotorische Grundhaltung?

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Ziele und Kompetenzen:
I. Disposition (Wissen, Situationswahrnehmung und -analyse, Motivation, Handlungspotenziale): Sie …
• wissen um ihre eigenen (psychomotorischen) Stärken und Entwicklungspotenziale
• kennen und verstehen die Entstehungszusammenhänge, Phänomene und Dynamiken herausfordernder Verhaltensweisen
• kennen zentrale Inhalte, Methoden und Prinzipien der Psychomotorik und können diese aufeinander beziehen
• kennen und verstehen grundlegende (psychomotorische) Modelle und Methoden der Konfliktbewältigung, der Krisenintervention und Prävention sowie des Umgangs mit herausfordernden Verhaltensweisen
• wissen um die Bedeutsamkeit der Initiierung und Begleitung von psychomotorischen Dialogen
• wissen um die Bedeutsamkeit von Biographie-Arbeit (bei sich und den Klient*innen)
• kennen und verstehen wesentliche Bedürfnistheorien
• kennen Modelle und Theorien zu (psychomotorischem/tonischem) Dialog, Beziehung, Kommunikation und Zwischenleiblichkeit
• verfügen über die Motivation und das Potenzial, sich mit den oben genannten Wissensbeständen theoretisch und handlungsbezogen auseinanderzusetzen.

II. Performanz: Sie …
• können ihre eigenen (psychomotorischen) Stärken und Entwicklungspotenziale anwenden
• sind in der Lage, (psychomotorische) Modelle und Methoden der Konfliktbewältigung und der Krisenintervention sowie der Ressourcenorientierung und Prävention situationsgerecht anzuwenden
• können Inhalte, Methoden und Prinzipien der Psychomotorik in Bezug zueinander situations- und kontextbezogen anwenden
• können Ihre eigene (psychomotorische) Biographie als Bezugspunkt professionellen Handelns nutzen
• können Klient*innen auf dieser Grundlage in ihrer Entwicklung psychomotorisch begleiten
• können eigene und fremde Bedürfnisse, Bedürfniskonflikte und Interessen in Ihr professionelles Handeln einbeziehen
• können Ihre leibliche Spür- und Kommunikationsfähigkeit situations- und kontextsensibel einsetzen
• sind in der Lage, den Aspekt der Leiblichkeit in Ihr professionelles Handeln zu integrieren
• können psychomotorische/tonische Dialoge professionell gestalten
• können die oben genannten Handlungskompetenzen bewusst und differenziert reflektieren.

III. Haltung: Sie …
• machen sich auf den Weg zu ganzheitlichem, kontextsensiblem Urteilen und Handeln
• sind bereit und in der Lage, sich mit ihren individuellen Mustern von Einstellungen, Werten und Überzeugungen kritisch auseinanderzusetzen
• haben einen authentischen Selbstbezug und wesentliche Selbstkompetenzen (u.a. Emotionsregulation, Ambivalenztoleranz) entwickelt
• können stimmig, nachvollziehbar, situationsspezifisch und sensibel handeln
• können Ihre leibliche Spürfähigkeit und Körperwahrnehmung als Kompass professionellen Handelns nutzen
• haben eine neugierig-forschende Grundhaltung entwickelt, auch und insbesondere im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen und in krisenhaften Situationen.

Inhalte der Module:
• Konzepte und Methoden im Umgang mit herausforderndem Verhalten
• Grundlagen der Psychomotorik (Inhalte, Methoden und Prinzipien)
• Bedürfnistheoretische Grundlagen
• Mein eigenes Verhältnis zu herausfordernden Situationen: Selbstklärung, (Gewalt-)Biographie
• Modelle und Methoden der (psychomotorischen) Gewaltprävention
• Modelle und Methoden der Konfliktbewältigung, der Deeskalation und der Krisenintervention
• Theorien und Modelle der Selbstreflexion und -regulation
• Theorien und Modelle zu professioneller Haltung
• (Weiter-)Entwicklung von Selbstkompetenzen
• Modelle und Theorien zu (psychomotorischem/tonischem) Dialog, Beziehung, Kommunikation und Zwischenleiblichkeit
• Entwicklungstheoretische Grundlagen
• Biographie-Arbeit
• Lebensweltorientierung
• Resilienz und Ressourcenorientierung
• Fall-Analysen (konkreter Praxisbezug)

Methodik/Didaktik:
• Orientierungsgröße: Sicherung und Erweiterung der Handlungskompetenz
• WERT-Methodik (Wissen, Erleben, Reflektieren, Transferieren)
• Biographische Selbstreflexion
• Fall-Analysen
• Intervisions-/Supervisionsgruppen
• Video-Analysen

Abschluss: Zertifikat „Umgang mit herausforderndem Verhalten in der Psychomotorik dakp“


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